15.03.2026
Hilfe
Der Terminkalender überwältigt

© Privat
Am Anfang der Woche werfe ich einen Blick in meinen Terminkalender und schaue, welche EXTRA Termine so auf mich warten. Also, das ist zumindest der Plan… leider vergesse ich sehr oft, Termine einzutragen und auch nachzuschauen. Und so kann es schon einmal vorkommen, dass ich an meinem Schreibtisch sitze, die Aufgaben von der einen zur anderen Seite verschiebe und ein bisschen überwältigt bin. Überwältigt von den Dingen, die ich zu erledigen habe. Dinge, die ich immer wieder aufschiebe. Schriftliches, wo ich warte, dass mich der Heilige Geist inspiriert oder ich zumindest von der Muse geküsst werde. Erledigungen, die sich stapeln, weil ich mal wieder das Wörtchen mit den 4 Buchstaben vergessen habe anzuwenden (ich meine nicht Auto, Ball oder Haus), also „Nein“ zu sagen.
Manchmal ist alles zu viel
Ich glaube, das kennen wir alle. Manchmal ist alles zu viel. Und selbst das beste Kalendersystem und die effektivste Ablage schaffen es nicht, dass ich diese Berge an Arbeit und Anforderungen, auch die Anforderungen an mich selbst, überwinden kann. Als Heilsarmee-Kind bin ich in einem Haushalt aufgewachsen, in dem sehr viel gesungen wurde. Sehr oft kommen mir Bruchstücke von alten Liedern in den Sinn. Diese Lieder haben oft, trotz der altmodischen Sprache, einen direkten Bezug zu meinem Leben. Ein Lied kommt mir angesichts meines Arbeitsaufkommens in den Sinn: „Stehst du vor Bergen, die unüberbrückbar schier…!“ Weiter komme ich nicht im Text. Aber ich weiß, dass es schließlich darauf hinausläuft, dass ich mit dieser Überlastung zu Gott gehen darf und er schon längst eine Lösung für mich hat.
Meine Hilfe kommt vom Herrn
Und da fällt mir auch Psalm 121 ein: Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. (Verse 1 und 2)
Und so sitze ich an meinem Schreibtisch, atme durch und fasse Mut. Ich schaue auf meine Berge:
- Die Termine, die vor mir liegen und die immer sehr viel Freude, aber auch Arbeit bedeuten.
- Die Menschen, denen ich dienen will und die manchmal so anstrengend sind.
- Meinen Perfektionismus, der mich immer wieder mit Mehrarbeit beschäftigt.
- Meine Neugier, die Dinge auf den Grund gehen will und sich dann manchmal in Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten verliert.
- Mein Leben, mit Haushalt, Arztbesuchen, Einkaufen gehen, Geburtstage nicht vergessen
Mein kleines Gebirge. Und da steht das Versprechen meines großen Gottes, das mich daran erinnert „Meine Hilfe kommt vom Herrn…!“
Ich atme auf
Während ich sitze, durchatme, mich an diesen Vers erinnere und Mut fasse, komme ich zur Ruhe. Ich schaue mir „mein Gebirge“ an und beginne zu sortieren und zu priorisieren. Was sollte ich sofort erledigen und was hat noch ein wenig Zeit. So mache ich mir erst eine Liste und mich dann an die Arbeit.
Ein kleiner Einblick in mein volles Leben, der Euch sicher bekannt ist. Und ein Problem, das mir — auch wenn ich meine, dass ich es doch jetzt endlich gelernt habe, die Dinge langsam und mit Gottes Hilfe anzugehen — trotzdem immer wieder begegnet. Ich habe mir eine Erinnerung an dieses Wort gemalt.
Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Der große Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, ist auch bereit sich um mich und meinen Alltag zu kümmern. Und auch um Dich!
Von Andrea Weber