15.04.2025
Inflation und Shrinkflation
"Ostern" klingt inflationär, aber der Inhalt bleibt kostbar

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Inflation...Dieses Wort hört man ständig und man ist es fast ein wenig leid. Die Nachrichten berichten dauernd über die Inflation in Deutschland. Arbeitnehmer wünschen sich eine Inflationsausgleichsprämie…Inflation hier und Inflation dort.
Und dann gibt es noch die Shrinkflation. Oder besser bekannt unter der Mogelpackung. Dabei handelt es sich um eine versteckte Preiserhöhung. Viele regen sich im Supermarkt darüber auf: Verpackung und Inhalt passen irgendwie nicht mehr zusammen. Bei Shrinkflation bleibt die Verpackung gleich, aber die Füllmenge wird verringert.
Ostern in Gefahr
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass wir mit Ostern auch eine gewisse Inflation und Shrinkflation erleben. Zum einen wird Ostern inflationär benutzt, um Menschen zu ermutigen einzukaufen, Geschenke zu machen und den Hasen und Co. in den Mittelpunkt zu stellen.
Und Ostern ist auch wie eine Shrinkflation: aber nicht vom Hersteller – sondern diesmal ist der Verbraucher der Verursacher. Die Verpackung soll leuchtender, schöner, bunter und schriller werden und die Füllung wird immer uninteressanter.
Der Grund von Ostern
Und wie sieht dies im Alltag aus? Ostern werden zum Geschäft für Deko, Spielsachen, Hasen, Essen, Geschenke und vieles mehr und fast jeder und jede macht mit. Viele Gedanken drehen sich um die Verpackung von Ostern, um Eier, um die Verstecksuche oder die Schokolade.
Aber was ist mit dem Inhalt? Warum feiern wir Ostern? Um den Osterhasen zu begrüßen?
Nein, an Ostern feiern wir die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Und auch hier wollen wir gerne schnell von Karfreitag weg zu Ostersonntag. Aber es wichtig, dass wir beides gedenken und auch die Karwoche ganz bewusst wahrnehmen.
Leider lenkt die Verpackung lenkt mittlerweile so vom Inhalt ab, dass wir den Inhalt manchmal ganz vergessen oder klein machen. Aber ohne Gottes Gnade und Liebe, gäbe es gar kein Ostern.
An Ostern geht es nicht um Deko, Spielsachen, Hasen, Geschenke und Essen. Es geht um unsere Beziehung zu Gott. Es geht darum, dass Gott sich uns Menschen als Mensch offenbart hat und für unsere Schuld bezahlt. Wow, was für ein Inhalt.
Ich kann es anders machen
Ich wünsche mir, dass in diesem Jahr Osterzeit die Verpackung in den Hintergrund gerät und der Inhalt zum Mittelpunkt wird.
Ich brauche dazu ein wenig Stille und besinnliche Zeit. Zeit, um über den Inhalt nachzudenken; Zeit, um mit Jesus zu reden und auf ihn zu hören. Die Verpackung darf dazu gehören, aber sie sollte keine Mogelpackung sein – sie sollte auf den Inhalt hinweisen, ihn groß machen und mir zeigen, dass der Inhalt das eigentlich wichtige ist.
Wenn du also Ostern feierst, vergiss nicht den Inhalt: Jesus selbst. Wir sind die Beschenkten, denn Gott sagt Ja zu uns. Und mehr noch, Gott möchte, dass wir die Botschaft von Ostern anderen erzählen, damit auch sie Gottes Liebe erfahren.
Im 2. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Verse 18-19 schreibt Paulus: „Dieses neue Leben kommt allein von Gott, der uns durch das, was Christus getan hat, mit sich versöhnt hat. Und er hat uns in den Dienst dieser Versöhnung gestellt. Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden.“
von Daniela Knauz