15.10.2026
DANKEN – aber wofür?
Vor kurzem haben wir Erntedankfest gefeiert.

© Bild von Alexandra Koch(externer Link) von Pixabay
Ein schwieriger Sommer
Vor kurzem haben wir Erntedankfest gefeiert.
Ein langer, heißer und trockener Sommer liegt hinter uns.
Die Wiesen waren nicht satt und grün, sondern trocken und grau.
Die Landwirte haben so wie wir alle verzweifelt auf Regen gewartet, damit das Gras endlich wieder wächst und sie so genug Futter für ihre Tiere haben.
Auch der Mais stand jämmerlich und mickrig auf dem Acker.
In vielen Nächten konnte ich nicht so gut schlafen, weil es so heiß war. Auch der Kreislauf machte mir des Öfteren zu schaffen.
Wofür kann ich trotzdem dankbar sein?
Wofür kann ich trotz diesem allen dankbar sein?
Vor einiger Zeit habe ich mich an die „Dankbarkeitstaste“ erinnert. Ich lernte sie durch das Dankbarkeitsbuch kennen, das ich einmal geschenkt bekam und seitdem regelmäßig und gerne benütze.
Wenn es die Dankbarkeitstaste auf unserem Computer gäbe, könnten wir damit negative Sätze in positive umwandeln, heißt es da.
Auf meinem PC finde ich diese Taste zwar nicht, aber ich kann mich – mit Gottes Hilfe – darin üben, meinen negativen Gedanken etwas Positives entgegenzusetzen.
Das tue ich im Moment ganz bewusst und das sieht dann so aus:
Dankbar trotz Hitze und Schwäche
Leider gab es viele heiße und trockene Tage in diesem Jahr. Die machten meinem Körper schon zu schaffen.
Wie dankbar kann ich sein, dass es in unserem Land nicht das ganze Jahr über so heiß und womöglich auch noch schwül ist.
Ich bin dankbar, dass meine Kinder erwachsen sind und es gar nicht schlimm ist, wenn ich mal einige Tage nicht so effektiv bin. Dankbar auch, dass ich keiner geregelten Arbeit nachgehen muss, sondern meinem Körper Ruhe gönnen kann, wenn er sie braucht.
Außerdem danke ich Gott für die Klimaanlage in unserem Auto und den Ventilator vor meinem Bett. Dankbar bin ich auch für jede Nacht, in der es kräftig abkühlt.
Ich bitte ihn um Vergebung, dass das alles oft ganz selbstverständlich für mich war.
Dankbar für unseren Überfluss
Die Lebensmittel und das Benzin werden teurer.
Trotzdem leben wir immer noch in einem reichen Land im Luxus. Das wurde mir so sehr bewusst, als ich letztes Jahr in drei afrikanischen Ländern war und sah, wie die Menschen dort die meiste Zeit Reis und Bohnen essen.
Ich möchte dankbar sein für unsere vielfältige Nahrung, für das großzügige Lebensmittelangebot, auch wenn ich ein bisschen mehr dafür ausgeben muss.
Dankbar bin ich auch, dass ich mir überhaupt ein Auto leisten kann und so die Fortbewegung viel leichter ist.
Dankbar trotz der Nachrichten
Die Nachrichten aus aller Welt schockieren mich zutiefst und offenbaren mir die Ohnmacht der Menschen.
Wenn ich in der Bibel lese, erkenne ich die Allmacht Gottes und dass für ihn nichts unmöglich ist. Ein neues Vertrauen auf Ihn zieht in mein Herz ein.
Bibeltexte und v. a. auch Liedtexte sprechen in einer selten erlebten Tiefe zu mir. Darüber kann ich nur staunen und mich freuen.
Die Dankbarkeitstaste bewusst drücken
Und so könnte ich weitermachen …
Ich mache Dir Mut, gerade jetzt: Such die Dankbarkeitstaste und Du wirst erleben:
Gott, unser himmlischer Vater, ist der ewige Fels. Auf IHN können wir uns verlassen, auch wenn wir uns sonst vielleicht auf nichts verlassen können!
Von Elisabeth Malessa